Schönheit ist ein Glanz, den die Liebe verleiht, um das Auge zu täuschen. Deshalb kann man sagen, dass das Auge nur dann keine Schönheit sieht, wenn das Herz ohne Liebe ist. Jack Vance, Die sterbende Erde

Emphyrio

Emphyrio
Jack Vance, 1969
Übersetzt von Andreas Irle
258 Seiten, eine Karte
Spatterlight, 2016

 Preis: € 4,99

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Vor etwa 2000 Jahren lebte ein Mensch,
der die Welt befreite,
indem er die Wahrheit verkündete.

Heute lebt ein junger Mann, dem die Geschichte
des Befreiers keine Ruhe lässt. Um die heutige Welt zu befreien,
muss er werden wie er und die Wahrheit sagen ...

Halma – eine Welt hinter dem Mirabilis-Sternhaufen. Die Stadt Ambroy liegt nach Zeitaltern der Kriege halb in Ruinen. Die Lords oder auch ›Heiler‹, wie sie mitunter genannt werden, haben die grundlegende Infrastruktur wiederhergestellt. Die Kosten, die sie dafür aufgebracht haben, werden ihnen von den Empfängern zurückbezahlt.
Die Empfänger sind Handwerker, die Kunstwerke schaffen, ohne Vervielfältigungen verwenden zu dürfen – wie beispielsweise der Holzschnitzer Amiante Tarvoke. Sein Sohn Ghyl wächst in dieser Situation heran und lernt die Verhältnisse kennen.
Wohlfahrtsmittler achten darauf, dass die Vorschriften eingehalten werden und die Empfänger den Tempel Finukas besuchen, um ihre Sprünge zu absolvieren.
Die Legende von Emphyrio fasziniert Ghyl von klein auf. Sein Vater kennt allerdings nur die Hälfte der Geschichte; Ghyl, der sich mehr und mehr mit Emphyrio identifiziert, will die ganze Geschichte wissen, denn sie ist eng verknüpft mit der Wahrheit seines eigenen Lebens, mit der Wahrheit über ganz Ambroy und Halma, mit der Wahrheit als solches.
Emphyrio ist die Geschichte über die Suche nach der Wahrheit, nach sich selbst und dem richtigen Handeln – keine Abenteuergeschichte, sondern ein Bildungsroman, wie Joanna Russ in ihrer Besprechung in The Magazine of Fantasy and Science Fiction im Januar 1970 schrieb.