Schönheit ist ein Glanz, den die Liebe verleiht, um das Auge zu täuschen. Deshalb kann man sagen, dass das Auge nur dann keine Schönheit sieht, wenn das Herz ohne Liebe ist. Jack Vance, Die sterbende Erde

Der azurne Planet

The Blue World
Jack Vance, 1966
Übersetzt von Andreas Irle
208 Seiten
Spatterlight, 2017

 Preis: € 4,99

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»Die Kastenunterschiede hatten beim Schwimmblattvolk schnell ihre althergebrachte Bedeutung verloren. Anarchisten und Kuppler waren vollständig verschwunden. Ehen zwischen den Kasten waren keineswegs mehr ungewöhnlich, insbesondere, sofern sie zwischen Kasten mit annähernd gleichem sozialem Status geschlossen wurden. Die Gesellschaft verfiel dadurch natürlich nicht in Chaos. Die Trüger und Brandstifter wahrten – wie eh und je – ihre traditionelle Unnahbarkeit; die Schmieresteher konnten einer subtilen, nichtsdestotrotz allgemeinen Geringschätzung nicht entgehen, und dort, wo die Kasten mit einem Handwerk oder Gewerbe zu tun hatten, funktionierten sie mit unverminderter Effektivität. Die Bauernfänger stellten den Großteil jener, die von Korakeln – Weidenrutenbooten – aus fischten, und obwohl die einst zahlreichen Preller zu einer bloßen Handvoll zusammengeschrumpft waren, dominierten sie immer noch die Färbereien auf Feenblatt. Schmuggler kochten Firnis, Missetäter zogen Zähne. Lumpen bauten die Schwammlauben in den Lagunen, die Taschenspieler besaßen das vollständige Monopol auf dem Gebiet der Taschenspielerei. Letzteres erregte die Neugier der Jugendlichen, welche fragten: »Was war zuerst da: Taschenspieler oder Taschenspielerei?« Soweit der Beginn des Romans Der azurne Planet.
Sklar Hast will nicht nur Zander Rohan als Gildemeister der Taschenspieler beerben, sondern hat es auch auf dessen Tochter Meril abgesehen. Doch es kommt alles anders als geplant: Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus – Ereignisse, welche das Leben aller Schwimmblattbewohner verändern werden …